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Portugiesisch als Herkunftssprache. Deutsch als Umgebungssprache. Anmerkungen zum Erwerb der Familiensprache in einem Migrationskontext

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Resumo:In der Zweisprachigkeitsforschung wird der Begriff ‚Herkunftssprecher‘ verwendet um bilinguale Sprecher zu beschreiben, die zweisprachig in einem Migrationskontext aufwachsen. Dabei entwickelt sich die Umgebungssprache in der Regel zur dominanten und die Sprache des Herkunftlandes zu einer beschränkt verwendeten Sprache. Im Mittelpunkt der Forschung zu diesem Sprecherprofil steht die Frage, inwiefern die ungleichen Erwerbsbedingungen den Erwerbsverlauf in der Herkunftssprache beeinflussen. Das Ziel des vorliegenden Artikels ist es, zum Verständnis von Herkunftssprachen beizutragen, in dem Ergebnisse aus empirischen Forschungen zur Herkunftssprache Portugiesisch im Kontakt mit der Umgebungssprache Deutsch diskutiert werden. Es wird die These vertreten, dass Herkunftssprecher des (europäischen) Portugiesisch, die reduzierten aber kontinuierlichen Kontakt zu ihrer Familiensprache haben, keinen unvollständigen, defizitären Erwerbsprozess aufweisen.
Autores principais:Flores, Cristina
Assunto:Língua de herança Bilinguismo
Ano:2016
País:Portugal
Tipo de documento:comunicação em conferência
Tipo de acesso:acesso aberto
Instituição associada:Universidade do Minho
Idioma:alemão
Origem:RepositóriUM - Universidade do Minho
Descrição
Resumo:In der Zweisprachigkeitsforschung wird der Begriff ‚Herkunftssprecher‘ verwendet um bilinguale Sprecher zu beschreiben, die zweisprachig in einem Migrationskontext aufwachsen. Dabei entwickelt sich die Umgebungssprache in der Regel zur dominanten und die Sprache des Herkunftlandes zu einer beschränkt verwendeten Sprache. Im Mittelpunkt der Forschung zu diesem Sprecherprofil steht die Frage, inwiefern die ungleichen Erwerbsbedingungen den Erwerbsverlauf in der Herkunftssprache beeinflussen. Das Ziel des vorliegenden Artikels ist es, zum Verständnis von Herkunftssprachen beizutragen, in dem Ergebnisse aus empirischen Forschungen zur Herkunftssprache Portugiesisch im Kontakt mit der Umgebungssprache Deutsch diskutiert werden. Es wird die These vertreten, dass Herkunftssprecher des (europäischen) Portugiesisch, die reduzierten aber kontinuierlichen Kontakt zu ihrer Familiensprache haben, keinen unvollständigen, defizitären Erwerbsprozess aufweisen.